L-Arginin wird aufgrund der vielfältigen Wirkungen verstärkt sowohl im medizinischen als auch sportlichen Bereich angewendet. Für eine mögliche positive Beeinflussung von Krankheitsbildern sowie eine Steigerung der sportlichen Leistung wird meist eine tägliche Zufuhr von 5-8 Gramm empfohlen. Bei einer üblichen Ernährungsweise erhält der Körper für gewöhnlich etwa 2-3 Gramm Arginin über Lebensmittel und somit ist eine zusätzliche Einnahme von einem Teelöffel pro Tag in den meisten Fällen ausreichend (entsprechend 5 Gramm).

Nebenwirkungen

Bei der Einnahme von Arginin in der empfohlenen Dosis treten bei gesunden Personen nach derzeitigen Erkenntnissen keine Nebenwirkungen auf. Ab Mengen über 10 Gramm auf nüchternen Magen kann es zu vorübergehenden Magenschmerzen und Übelkeit kommen und so berichteten Teilnehmer einer Studie nach einer Einnahme von 13 Gramm zum Beispiel von Magenbeschwerden. Eine solch hohe Menge ist für die Wirkungsweise von Arginin aber nicht notwendig und bei einer täglichen Dosierung bis 5 Gramm traten in allen Studien keinerlei derartige Beschwerden auf.

Gegenanzeigen

Nicht empfohlen wird die zusätzliche Einnahme von Arginin, wenn eine Herpes-Infektion wie Herpes Zoster oder Lippenherpes akut ist, da Arginin Gegenspieler der Aminosäure Lysin ist, welche die Heilung beschleunigen und einen erneuten Ausbruch unterdrücken kann. Die Annahme, dass Arginin in hoher Dosis eine bestehende Herpesinfektion intensiviert, beruht auf einer Studie, in der das Verhältnis von Arginin zu Lysin die Reproduktion von Herpesviren beeinflussen konnte. So wurden die Viren in Gewebekulturen mit Aminosäuremischungen versehen, die entweder einen höheren Anteil Lysin oder Arginin enthielten und überwog Lysin, hatte dies einen hemmenden Effekt auf die Vermehrung der Viren, während Arginin die Reproduktion förderte. Neuere Untersuchungen konnten diese Ergebnisse zwar nicht bestätigen und zeigten sogar eine antivirale Wirkung von Arginin, doch um auf Nummer sicher zu gehen, ist während des Ausbruchs einer Herpesinfektion eine verringerte Zufuhr empfehlenswert.

Auch Personen mit niedrigem Blutdruck (Hypotonie) sollten vorsichtshalber auf die zusätzliche Einnahme von Arginin verzichten. Da Arginin über die Herstellung von Stickstoffmonoxid die Blutgefäße weitet und so einen erhöhten Blutdruck verringern kann, ist bei einer Hypotonie eine Verschlimmerung der Beschwerden möglich. Grundsätzlich ist es bei Vorerkrankungen und bei Medikamenteneinnahme ratsam, den behandelnden Arzt zu konsultieren, bevor eine zusätzliche Einnahme von Arginin erfolgt.

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